Dresden: "Trauermarsch"

Ab Mitte der 2000er Jahre entwickelte sich der jährlich stattfindende "Trauermarsch" in Dresden zum "Gedenken" an die Bombardierung der Stadt durch die Alliierten zur Zeit des Nationalsozialismus zu einem der größten Neonaziaufmärsche Europas. Zu Hochzeiten in den Jahren 2009 und 2010 kamen an die 7000 Neonazis in die sächsische Landeshauptstadt. Auch auf die extreme Rechte in Europa übte der Aufmarsch eine starke Anziehungskraft aus. So nahmen beispielsweise am 13. Februar 2010 Delegationen aus Schweden, Norwegen, Frankreich, Italien, Österreich, Griechenland, Spanien, Belgien, den Niederlanden, Tschechien und der Slowakei an dem "Trauermarsch" teil. Aufgrund zunehmender antifaschistischer Gegenaktivitäten haben die Aufmärsche in Dresden für die extreme Rechte an Bedeutung verloren und finden in dieser Form nicht mehr statt.

Weitere Informationen:

http://www.akweb.de/ak_s/ak568/Dresden_Speciale_2012.pdf