Europa der Nationen und der Freiheit ab 2014

Die Europäische Allianz für die Freiheit (EAF) wurde Ende 2010 als Plattform extrem rechter und rechtspopulistischer Parteien gegründet und wenig später als europäische Partei anerkannt. Zu den Gründungsmitgliedern gehören unter anderem der Front National, die FPÖ, der Vlaams Belang und die Schwedendemokraten.
Aus dem Spektrum der EAF wurde im Vorfeld der Europawahlen 2014 das erklärte Ziel formuliert eine gemeinsame Fraktion im Europaparlament gründen zu wollen. Für dieses Wahlbündnis traten insbesondere die FN-Vorsitzende Marine Le Pen und der Vorsitzende der niederländischen PVV Geert Wilders ein.
Nach der Wahl haben es die Parteien der EAF zunächst nicht geschafft die Kriterien einer Fraktionsbildung zu erfüllen, da die Abgeordneten nicht aus sieben verschiedenen Staaten kommen. Die Schwedendemokraten sind mittlerweile in der Fraktion EFDD.
Nach dem erfolglosen Versuch der Fraktionsbildung kündigten Ende 2014 der Front National, die FPÖ und die Lega Nord an, eine Partei auf europäischer Ebene unter dem Namen Bewegung für ein Europa der Nationen und Freiheiten (MENL) gründen zu wollen.
Im Juni 2015 schließlich konstituierte sich eine Fraktion unter dem Namen Europa der Nationen und der Freiheit, dem Abgeordnete des Front National, der FPÖ, der PVV, der Lega Nord, des Vlaams Belang, zwei einzelne Abgeordnete der polnischen KNP sowie ein Abgeordneter der rumänischen Partidul România Unită und der UKIP angehören.

Weitere Informationen:

Hübner, Carsten (2014): Europa rückt weiter nach rechts. In: Der rechte Rand, Nr. 149, S. 4–7

Kronauer, Jörg / Jentsch, Ulli (2014): EU-Skeptiker machen das Rennen. In: monitor, Rundbrief des apabiz e.V., Nr. 61, S. 1–3

Kronauer, Jörg (2013): Das 20-Prozent-Bündnis. In: Lotta – Antifaschistische Zeitung aus NRW, Rheinland-Pfalz und Hessen, Ausgabe 53, S. 45–46

http://www.europarl.europa.eu/elections2014-results/de/election-results-...