Rechte Kampfsportmarken und -events

Der Kampf hat für die extreme Rechte eine besondere ideologische Bedeutung. Er ist nicht nur Mittel der Unterdrückung oder Vernichtung des Feindes, sondern wird als Element eines „Selektionsprozesses“ verstanden, in welchem sich der Stärkere durchsetzt und so die „Qualität“ der eigenen „Rasse“ sichert. Nicht verwunderlich also, wenn Neonazis auch im Kampfsportbereich aktiv sind. Es existieren eigene Clubs, Teams und Kampfsportmarken, die eine klar erkennbare extrem rechte Ausrichtung haben. Neben der Teilnahme von neonazistischen Kampfsportlern an kommerziellen und „unpolitischen“ Wettkämpfen, werden auch eigene Szeneevents veranstaltet. Diese Turniere und sogenannte „Fight Nights“ finden nicht nur im nationalen Rahmen statt, sondern es besteht auf europäischer Ebene Austausch und Zusammenarbeit.

Von zunehmender Bedeutung ist die bei der extremen Rechten beliebte russische Kleidungs- und Kampfsportmarke White Rex, die sich als Marke für „die weißen Völker Europas" versteht. White Rex richtete zunächst in Russland eine Vielzahl von Kampsportevents und RechtsRock-Konzerten aus, an denen auch deutsche Neonazis teilnahmen. In jüngster Zeit versucht die Marke sich den neonazistischen Markt in Europa zu erschließen. Zeitgleich haben sich in ganz Europa Kampfsport-Gruppen gebildet, teils White Rex-Gruppen, aber auch nationale Gruppen wie die französische Gruppe Pride France. Vom White Rex-Sponsoring unterstützt entsteht hier ein transnationales Netzwerk.