RechtsRock-Konzerte

RechtsRock-Konzerte stellen ein wichtiges Moment in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit der extremen Rechten dar. Dies betrifft zum einen die Zusammenarbeit in der Organisation und Durchführung der oft konspirativ durchgeführten Konzerte, zum anderen bieten die Konzerte die Möglichkeit einer länderübergreifenden Zusammenkunft und einem damit verbundenen Austausch in der Szene. So geben RechtsRock-Bands aus verschiedenen Ländern regelmäßig gemeinsame Konzerte und fahren gemeinsam auf Touren. Die "European Revolution Tour" der Bands Carpe Diem (Deutschland), Brigade M (Niederlande), Fraction (Frankreich) und ZeraZeroAlfa (Italien) führte diese im Jahr 2007 durch vier Länder. Insbesondere deutsche Bands sind gern gesehene Gäste im europäischen Ausland, aber auch die Teilnahme deutscher Neonazis als BesucherInnen quer durch Europa gehört zum Alltag in der Erlebniswelt RechtsRock.
Von europäischer Bedeutung sind insbesondere die regelmäßig durchgeführten Events von B&H und den Hammerskins. Dazu zählen bspw. die „Ian Stuart Memorial Gedenkkonzerte“, die jährlich rund um den Todestag des am 24. September 1993 verstorbenen Sängers der Band Skrewdriver europaweit hauptsächlich vom Blood & Honour-Netzwerk ausgerichtet werden. Auch die Hammerskins veranstalten in regelmäßigen Abständen ein sogenanntes „Hammerfest“, zu denen Neonazis in vierstelliger Teilnehmerzahl aus ganz Europa zusammenkommen.