Deutsch-Böhmischer Freundeskreis / Deutsch-Ungarischer Freundeskreis

Der selbsternannte Deutsch-Böhmische Freundeskreis ist eine Vernetzungsstruktur aufgebaut von bayrischen Neonazis aus dem Dunstkreis des im Jahr 2014 verbotene Freie Netz Süd und tschechischer Neonazis, die hauptsächlich der tschechischen Arbeiterpartei für soziale Gerechtigkeit (DSSS) zugeordnet werden können. Ziel des DBF ist es nach eigenen Angaben, „freundschaftliche Beziehungen zwischen beiden Ländern aufzubauen und den gemeinsamen Glauben an ein Europa der Vaterländer in beiden Ländern durchzusetzen“. In erster Linie besteht die Vernetzung in gegenseitigen Besuchen extrem rechter Aufmärsche in Tschechien und Deutschland. Als veranstaltende Gruppe trat der Freundeskreis unter anderem bei dem sogenannten „Tag der Freundschaft“ auf, einem grenzüberschreitenden Treffen, welches drei Mal in Bayern durchgeführt wurde.

Ein vergleichbares Label verwendeten die bayrischen Neonazis bereits unter der Bezeichnung Deutsch-Ungarischer Freundeskreis. Dieses wird für gemeinsame Mobilisierungsaktivitäten mit ungarischen Neonazis aus dem Blood & Honour-Spektrum verwendet. So nehmen deutsche Neonazis bspw. regelmäßig beim „Tag der Ehre“, einem Event der ungarischen B&H-Szene, teil.

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http://www.bnr.de/artikel/hintergrund/braune-ost-west-verbindungen