ISD Memorial

Ian Stuart Donaldson war Bandleader und Sänger von Skrewdriver und einer der Gründer des internationalen neonazistischen Musiknetzwerkes Blood & Honour. Er ist der Übervater, Idol und Held der RechtsRock-Szene. Am 24. September 1993 kam Donaldson auf dem Weg zu einem Konzert bei einem Autounfall in Heanor nahe Derby ums Leben. In der Szene halten sich Gerüchte, dass es kein Unfall war, sondern ein Anschlag. Zum Gedenken an Ian Stuart Donaldson finden seitdem jährlich rund um das Todesdatum herum Gedenkkonzerte, sogenannte „ISD-Memorial“-Konzerte statt. Diese werden oftmals von den einschlägigen Organisationen der Szene, vor allem von den lokalen Divisionen von Blood & Honour, aber auch der Hammerskins organisiert. Die Konzerte, in deren Rahmen oftmals auch Bands aus dem Ausland auftreten, verweisen auf die jeweilige Dimension der nationalen bzw. lokalen Szenen und sind Anzeiger für die transnationale Vernetzung. Die Termine der Konzerte sind oftmals international aufeinander abgestimmt, so dass bekannte Bands nacheinander spielen und auf mehreren der Konzerten auftreten können:

2014 startete die Reihe der ISD-Konzerte am 16. August in Polen. Auf dem vom Club 28 Poland Division, der lokalen Division von Blood & Honour, beworbenen Konzert traten IC1 (GB/D), Carpe Diem (D) und die polnischen Bands Indulat, Obled und LTW auf.

Am 6. September fand dann in Frankreich das von Blood & Honour Hexagone organisierte ISD-Konzert mit den Bully Boys aus den USA, Brutal Combat aus Frankreich und Non Plus Ultra aus Deutschland statt.

Eine Woche später, am 13. September, traten in Ungarn Kitöres und Hunor im Rahmen eines von Blood & Honour Hungary organisierten Konzertes auf.

Gleich über zwei Tage erstreckte sich wieder eine Woche später das zentrale ISD-Gedenkkonzert von Blood & Honour Großbritannien mit Hate Machine (USA), Griffin (Can), Legion of Saint George, Redneck 28, Blackout, PWA (Est) und Whitelaw.