Blood & Honour

Das international agierende, militante Neonaziskinhead-Netzwerk Blood & Honour (B&H) wurde 1987 gegründet. Insbesondere die Verbreitung neonazistischer Musik spielt im B&H-Netzwerk eine zentrale Rolle. Dazu gehören zahlreiche Bands, Labels und Vertriebe, die sich B&H zugehörig fühlen. Es existieren weltweit in rund 20 Ländern eigene „Divisionen“. Die deutsche B&H-Division wurde im September 2000 durch das Innenministerium offiziell verboten. Nichtsdestotrotz bestehen die Strukturen überwiegend namenlos weiter. Schwerpunkt der Aktivitäten von B&H in Deutschland war und ist die Durchführung von RechtsRock-Konzerten, für die häufig auf eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Strukturen aus dem europäischen Ausland zurückgegriffen wird.
Getragen wird die Zusammenarbeit im B&H-Netzwerk von der „White Power“-Ideologie, die auf der Überzeugung von einer vermeintlichen gemeinsamen Zugehörigkeit zu einer „Weißen Rasse“ und auf dem Kampf für ebendiese gründet. Dies beinhaltet auch eine starke Bezugnahme auf Europakonzeptionen, wie sie im Nationalsozialismus vorwiegend von der (Waffen-) SS propagiert wurde. Eine wichtige Rolle spielt B&H ebenso im internationalen Netzwerk rechtsterroristischer Strukturen.

Weitere Informationen:

https://www.antifainfoblatt.de/artikel/europa-theorie-und-praxis

http://www.dasversteckspiel.de/index.php?id=28&stufe=28&finder=1&artikel=21

https://www.nsu-watch.info/2015/06/der-nsu-im-netz-von-blood-honour-und-...