Nordisches Hilfswerk

Hinter dem Label Nordisches Hilfswerk – Deutsch-Skandinavischer-Freundeskreis (NHW) verbirgt sich eine Kooperation zwischen schwedischen und deutschen Neonazis. Gegründet wurde das NHW im Jahr 2000 als Ein-Mann-Projekt des in Schweden lebenden deutschen Neonazis Stephan Günther. Wurde ursprünglich der Anspruch formuliert ein Zusammenschluss für die in Skandinavien lebenden deutschen Neonazis zu sein, öffnete sich die Struktur im Laufe der Zeit dahingehend, dass „alle ethnischen Skandinavier und Deutsche beim Nordisches Hilfswerk mitmachen“ können. Das NHW versteht sich als länderübergreifende Plattform und „Freundeskreis“ und nicht als feststehende Organisation. Zu den Aktivitäten gehören die Durchführung von länderübergreifenden Veranstaltungen sowie die Vermittlung von Kontakten, Bands sowie ReferentInnen zwischen skandinavischen und deutschen Strukturen der extremen Rechten. Ebenso wurde eine sogenannte „Städtepartnerschaft“ ins Leben gerufen um „lokale Kameradschaften, Parteien und Projekte mit ähnlicher Strukturierung zueinander zu führen und sie effektiv bei der Kontaktaufnahme zu unterstützen“. In Deutschland ist das „Hilfswerk“ insbesondere im Zuge der Mobilisierungsaktivitäten zum Salemmarsch aktiv geworden und dabei unter anderem mit dem neonazistischen Medienprojekt volksfront-medien in Erscheinung getreten.

Weitere Informationen:

http://maikbaumgaertner.com/2010/12/28/deutsch-schwedische-freundschaften/

https://www.antifainfoblatt.de/artikel/salem-wunsiedel-schwedens