Gefangenenhilfe

Innerhalb der extremen Rechten existieren eigene Strukturen, die sich zur Aufgabe gemacht haben inhaftierte "Kameraden“ zu betreuen und zu begleiten. Diese Form neonazistischer Rechtshilfe wurde in Deutschland über einen langen Zeitraum von der Hilfsorganisation für nationale politische Gefangene (HNG) organisiert. Die HNG wurde 2011 vom Innenministerium verboten. In kleinerem Rahmen versuchen Strukturen wie die Gefangenenhilfe die Arbeit der HNG fortzusetzen. Wie bei der HNG spielt dabei eine grenzüberschreitende Perspektive eine Rolle. So werden regelmäßig Gefangenenlisten veröffentlicht, die eine Möglichkeit zur Kontaktaufnahme bieten und neben deutschen Neonazis auch Adressen von inhaftierten Neonazis im Ausland beinhalten. Die Organisation Gefangenenhilfe ist auch in Österreich aktiv und agiert über ein Postfach bzw. einen Verein in Schweden. Auch in anderen europäischen Ländern existieren Organisationen, die Unterstützungs- und "Antirepressionsarbeit“ anbieten. Als gemeinsamer internationaler Begriff für extrem rechte Gefangene findet sich die Bezeichnung "Prisoners of war“ (POW).

Weitere Informationen:

http://jungle-world.com/artikel/2014/50/51071.html

http://www.apabiz.de/archiv/material/Profile/HNG_DRR_2009.htm