Brüssel, 10. November 2014: "Konferenz zum Zypern-Konflikt"

Brüssel, 10. November 2014: Die neofaschistische Goldene Morgenröte aus Griechenland und die Nationale Volksfront (Ethnikó Laikó Métopo, ELAM) aus Zypern führen im Europaparlament eine Konferenz zum Zypern-Konflikt durch. Äußerer Anlass ist der kurz bevorstehende 31. Jahrestag der Gründung der Türkischen Republik Nordzypern, die am 15. November 1983 ausgerufen wurde - ein Akt, der von griechischen Nationalisten als verbrecherisches Unrecht gebrandmarkt wird. Den Veranstaltern geht es jedoch um mehr: Sowohl die Goldene Morgenröte als auch ELAM, die ursprünglich aus einem Ableger der griechischen Neofaschisten-Partei entstand, sind der Ansicht, Zypern müsse eigentlich Griechenland zugeschlagen werden.
Hauptredner der Konferenz, an der unter anderem der deutsche NPD-Politiker Udo Voigt teilnimmt, sind die drei Europaabgeordneten der Goldenen Morgenröte. Generalleutnant a.D. Eleftherios Synadinos hat sich, wie Voigt nach der Veranstaltung berichtet, 1974 auf Zypern "persönlich an den Kämpfen gegen die türkischen Invasoren" beteiligt. Generalleutnant Georgios Epitideios hat im Laufe seiner Militärkarriere hohe Posten im NATO-Hauptquartier in Europa und im Militärstab der EU innegehabt, wo er die Krisenmanagement-Abteilung leitete. Er gehört im Europaparlament unter anderem dem Gemischten Ausschuss EU-Türkei an. Auch ELAM-Führer Christos Christou hält eine Rede. Am Rande der Konferenz vereinbart Voigt mit ihm einen Besuch in der geteilten zypriotischen Stadt Nikosia.